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Mediationsgesetz in Kraft

17.10.12

Seit dem 26. Juli 2012 ist das Mediationsgesetz in Deutschland in Kraft. Der Gesetzgeber wollte die -bis dahin gesetzlich nicht geregelte- Mediation und andere Verfahren der außergerichtlichen Streitbeilegung fördern, um mehr Rechtsstreitigkeiten im gegenseitigen Einvernehmen zu lösen und langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden. Dieses Ziel soll unter anderem durch die Vertraulichkeit des Mediationsverfahrens, die Verschwiegenheitspflicht der Mediatorinnen und Mediatoren und eine Erleichterung der Vollstreckbarkeit von Mediationsvereinbarungen erreicht werden. Ferner soll eine klare gesetzliche Abgrenzung zu anderen Verfahren eine bessere Orientierung bieten. Insbesondere die richterliche Streitschlichtung, welche bisher oftmals als "gerichtsinterne Mediation" bezeichnet wurde, soll in ein Güteverfahren überführt werden. Die Bezeichnung "Mediator" ist damit künftig den außergerichtlichen Streitschlichtern vorbehalten. 

Weiterhin sollen aus Gründen der Qualitätsicherung und Transparenz die Grundkenntnisse und Kernkompetenzen eines Mediators präzisiert sowie die Bezeichung "zertifizierter Mediator" gesetzlich verankert werden. Eine noch zu erlassende Verordnung wird die Voraussetzung hierfür festlegen. 

 

Die Grundausbildung der Konstanzer Schule für Mediation entspricht den in der Gesetzesbegründung angegebenen Ausbildungsinhalten sowie der Ausbildungsdauer.